Matthias Schellenberger



Matthias Schellenberger, Berlin: "Mia gba dogo -
Wir sehen uns wieder"
Video
masch@raumbilder.com


Banyan Presentations and Workshops:

23-01-04 Fifo Festival Tahiti

24-02-04 Oceania Center USP Suva Fiji

09-03-04 Pondok Pekak Library Ubud Bali Indonesia

22-3-04 MAF Bangkok 2004

07-9-04 Künstlerhaus Bethanien

23-10-04 Galerie Wohlfahrt Rotterdam

29-10-04 Haferkamp Münster

30-10-04 Deux Machine Festival München

01-11-04 Kunstkammer Stuttgart

25-02-05 MAF Bangkok

26-03-05 Janghu Festival Kunming

30-07-05 Station 17 Kassel

18-11-05 HKW Berlin

09-12-05 2. Ecoile de Dzolo Togo

16-12-05 Boulev´Art Cotonou Benin

19-12-05 Ecoile des Metiers Benin

23-01-06 Arthaus Accra

29-01-06 Arema Lomé Togo

Matthias Schellenberger, born 1963, lives in Berlin.

Studium Kommunikationsdesign an der FH Würzburg, arbeitet sei 1990 als freier Künstler im Bereich Malerei, Grafik und Video.

"Mia gba dogo - Wir sehen uns wieder"

1995 lernte ich den Musiker Alexis Madokpon aus Benin in Deutschland kennen und bin seitdem mit ihm freundschaftlich eng verbunden.
1997 besuchte ich ihn zum ersten Mal zusammen mit meiner Freundin Dani Sperling in seinem Heimatland und wir sammelten Ton - und Videodokumente mit traditioneller Musik.
Alexis wurde in Possotomè geboren, einem kleinen Dorf am See Ahemè im Süden Benins gelegen. Die Gabe, wie die Musikerfamilie Madokpon ihr musikalisches Koennen nennt, gehen auf Agbomi Messan, den Großvater der mütterlichen Seite zurück und wurde von Mama Madelaine Madokpon an die Kinder und Enkel weiter gegeben. Die Musikerfamilie Madokpon pflegt so seit Generationen ihr musikalisches Erbe durch die mündlichen Überlieferungen. Die Lieder erzählen von den persönlichen Erfahrungen, den Problemen im alltäglichen Leben und dem Wunsch, durch das von Gott gegebene musikalische Können an einer positiven Entwicklung in der Gesellschaft der Landes mitzuwirken. Die Texte stammen zum Teil aus sehr altem Liedgut, das aber immer mehr verloren geht, - meist aufgrund des hohen Alters der Komponisten.
Der Gebrauch eher christlich orientierter Texte hat nach Erzählung von Madelaine Madokpon zugenommen und auch Alexis sagt, dass er seine musikalischen und textlichen Ideen durch seinen Glauben findet. Neben diesen christlichen Texten werden aber auch existentielle Probleme wie Aids als Thema aufgegriffen.
Vor allem Adrien Madokpon, der aeltere Bruder von Alexis, der in Possotomè als Lehrer arbeitet, versucht durch seine Texte und Kompositionen auf die grosse Gefahr hinzuweisen und die Bevoelkerung zu warnen.

1998 produzierten wir mit dem Audionmaterial die CD "Musique du Bénin" mit Übersetzungen der Texte von Fon, Minah und Sahouè in die französische und deutsche Sprache. 2000 und 2002 besuchte ich Alexis wieder - wir arbeiteten weiter an unserem Projekt und bauten zusammen mit Freunden ein kleines Haus in der Naehe von Cotonou.
Alexis war immer wie seine ganze Familie an einem menschlichen und musikalischen Austausch interessiert und lebt jetzt seit 2003 in Deutschland.
Bereits 1995 arbeitete er zusammen mit meinem Bruder Rupert Schellenberger (Komponist/Produzent) in dessen Tonstudio und es entstanden seitdem verschiedene Titel, die 2001 mit der CD "human art engine - trans afrique" veröffentlicht wurden.
Das Projekt "human art engine" bezeichnet dabei den Wunsch, das traditionelle Liedgut aus Benin mit den musikalischen und visuellen Elementen aus Europa zu verknuepfen ohne die Originalitaet des anderen zu zerstoeren.
Die Kompositionen und elektronischen Arrangements von Rupert erzeugen durch die harmonische Verbindung mit den Melodien und Texten von Alexis Madokpon eine aussergewöhnliche Atmosphäre.
Die Titel der CD und weitere Lieder mit Percussion und Gesang werden live durch die verschiedenen Videoarbeiten visualisiert. Das Publikum wird durch die Performance von Alexis mit Videoclips, Interviews und dokumentarischen Kurzvideos zu einer multimedialen Reise nach Benin eingeladen.

Die Eigenständigkeit der verschiedenen musikalischen und visuellen Elemente und der Respekt vor der Originalität der anderen Kultur eröffnen für uns immer neue Perspektiven der Zusammenarbeit und des Austausches.