http://reference.allrefer.com/encyclopedia/F/fig.html
fig, name for members of the genus Ficus of the family Moraceae (mulberry family). This large genus contains some 800 species of widely varied tropical vines (some of which are epiphytic); shrubs; and trees, including the banyan, the peepul, or bo tree, and the India-rubber tree. It differs from other genera of the family in that the hundreds of tiny female flowers are borne on the inside of a syconium, a fleshy fruitlike receptacle with a small opening at the apex. The common fig (F. carica), a native of the Mediterranean area, has been bred and cultivated from early times for its commercially valuable fruit and has been naturalized in other parts of the world that have a mild, semiarid climate; in the United States, figs are grown in California, Texas, Utah, Oregon, and Washington. Some edible varieties (e.g., the Smyrna, among the best) can be pollinated only by the fig wasp (Blastophaga), which passes its larval stage inside the inedible fruit of a wild variety called the caprifig. In order to produce mature fruit, the cultivated variety is subjected to a process called caprification; flowering branches of caprifig are hung in the tree so that the emerging wasps will transfer caprifig pollen to the edible fig. After entering the receptacle and laying its eggs, the wasp dies and its body and eggs are absorbed by the developing fruit; only the eggs laid inside the caprifig fruit survive. Other edible varieties (e.g., the Adriatic or mission fig) bear larger fruits when caprificated. The ripe fruit (called a synconium) contains masses of tiny seeds and is soft and pear-shaped; it may be greenish, yellow to orange, or purple in color. The name fig is also applied to various unrelated plants that either resemble the fig tree or bear figlike fruits. Figs are classified in the division Magnoliophyta, class Magnoliopsida, order Urticales, family Moraceae.

http://www.figweb.org/
There are about 750 fig tree species worldwide, with around 500 of them occurring in the Indo-Australasian region (Asia and Australia) and 120 in the Neotropical region (Central and South America). In the afrotropical region (Africa south of the sahara, including Madagascar) there are currently 112 recognised species, 36 of which are indigenous to southern Africa (25 species in South Africa).

http://www.kluweronline.com/issn/0032-079X/contents
Vines have different climbing strategies; one type, called clinging vines, has developed a specialized structure, the adhesive pad that secretes a sticky substance that adheres to almost any substrate. In this study on the climbing fig, Ficus pumila L., we report on the developmental anatomy of clusters of adventitious roots that become transformed into this unique structure. Clustered adventitious roots in F. pumila are initiated in pairs on either side of a vascular bundle at the 2nd to 3rd internodes of young stems. After emergence through the cortex and epidermis, root hairs form, which secrete a substance that stains positively for polysaccharide and protein. The adventitious roots and root hairs stick together forming the adhesive pad. Pads stick to almost any substrate. If the adventitious roots do not touch a substrate they usually dry up, if they touch moist soil they tend to branch and change to a terrestrial form. We discuss experiments on the shoot developmental behavior leading to adhesive pad formation and the possible roles of auxin.
Keywords
adhesive pad, adventitious roots, climbing fig, cluster roots, Ficus pumila, vines

Ficus (ein alter römischer Name für Feige) bildet eine der größten Pflanzengattungen der Welt. Es sind mehr als 1000 Arten bekannt, die in den subtropischen Teilen Asiens (Japan, Indien, Indonesien) und Afrika heimisch sind. Sie kommen aber auch in Südamerika und Australien vor. Bekannt sind Banyan (F. benghalensis) und Waringin (F. benjamina); Bäume, die durch die merkwürdige Art ihres Wachstums einen gewaltigen Umfang erreichen können. Die zahlreichen Luftwurzeln bilden, wenn sie den Boden erreichen, einen Wald aus Stämmen. Ein alter Bekannter ist der Gummibaum (Ficus elastica), der früher in den Tropen häufig angepflanzt wurde, um Latex für die Kautschukproduktion zu gewinnen.

http://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvficus.htm
In Rom war man überzeugt, dass Romulus und Remus im Schatten eines Feigenbaumes aufgewachsen sind, der ihrem Vater Mars heilig war. Der Zustand des Baumes galt als Zeichen für den kriegerisch erworbenen Reichtum Roms und als Indikator für das Geschick der Stadt. Als der römische Feigenbaum verdorrte, war es auch mit dem Glanz Roms zu Ende. Der Weingott Bacchus soll seine große körperliche Fülle seiner Vorliebe für Feigen verdanken. Bei den Saturnalien trugen seine Priester Ketten und Kränze aus getrockneten Feigen. Nicht nur, weil die Feige im Weinbauklima gut gedeiht, gilt sie als "Bruder des Weinstocks". Für Dante ist die Feige Metapher der menschlichen Entwicklung zum Guten und des Guten an sich. Er dichtete in seiner göttlichen Komödie:

"Doch dieses undankbare schlechte Volk, / das einst von Fiesole herunterstieg,
und noch im Wesen gleich dem felsigen Berg, / wird dir Feind sein, weil du das Gute tust;
und das mit Grund: denn zwischen herben Beeren / kann nie gedeihen der süßen Feige Frucht."

Wie Martial schrieb, wurden die kräftigen Wurzeln der Feige im mittelmeerischen und kleinasiatischen Raum auch als "Mauerbrecher" genutzt: "Feigen zersprengen den Marmor Messanas ..." Im übertragenen Sinn war sie daher Sinnbild der Stärke des christlichen Glaubens und der heilige Hieronymus schrieb: "Unter dem Feigenbaum ruht, wer die Süßigkeit des Heiligen Geistes genießt undsich sättiget an seinen Früchten."

Der nah verwandte Ficus religiosa, der Pepul- oder Bobaum, ist den Menschen buddhistischen Glaubens von höchster Wichtigkeit, denn Buddha erhielt unter ihm seine Erleuchtung. Er wird hoch verehrt, wo er wächst, und ist reich an Symbolik für Gnade und Barmherzigkeit. Der Banyanbaum, Ficus benghalensis, ist den Hindus heilig. Der Baum senkt Luftwurzeln aus den Ästen, die zu Sekundärstämmen heranwachsen und solche Ausmaße annehmen kann, dass im Laufe mehrerer Jahre ein kleines Wäldchen entsteht, unter dem ein ganzes Dorf Platz findet. So ist er das Symbol des ewigen Wiedergebärens, der Ewigkeit der Welt. Der Gott Krishna sagt von sich: "Ich bin der Geist, der Anfang, die Mitte und das Ende der Schöpfung, ich bin wie der Aswatha (Banyan) unter den Bäumen."

Ungewöhnlich und einmalig ist der Bestäubungsvorgang bei den Feigen. In jahrtausendelanger Kultur haben sich nämlich aus der Wildfeige zwei Varietäten der Kulturfeige herausgebildet, die untereinander und mit einer bestimmten Gallwespe (Blastophaga psenes) eine enge Symbiose eingegangen sind. Die Hausfeige, var. domestica, bildet in den Blütenständen nur langgrifflige weibl. Blüten, die Bocks- oder Holzfeige, var. caprificus, sowohl kurzgrifflige weibl., sogenannte Gallblüten, als auch in der Nähe des Ostiolums (schmale Öffnung der Feige), männliche Blüten. Beide Varietäten bringen jedes Jahr drei Generationen von Blütenständen hervor: die 1. Generation im Februar/März (reifen im Juni/Juli), die 2. Generation im Mai/Juni (reifen im August/September) und die 3. Generation im August/September (reifen von Dezember bis März). Die Larven der Gallwespe entwickeln sich in den Gallblüten der überwinternden Fruchtstände der nicht essbaren Bocksfeige, schlüpfen dort im März/April und die Männchen begatten die Weibchen noch in der Feige. Erstere sterben danach, die Weibchen fliegen aus und dringen in die 1. Generation der Bocks- (sog. Profichi, Vorfeigen) und Essfeigen ein, bestäuben diese aber nicht, da die überwinternden Bocksfeigen, woher die Weibchen kommen, in der Regel keine männlichen Blüten enthalten. Daher fällt die 1. Generation der Essfeigen meist vor der Reife ab. In den Bocksfeigen der gleichen Generation stechen die Weibchen die Gallblüten an und legen ihre Eier ab. Die 2 Generation der Gallwespen verlassen nach der Begattung die Bocksfeigen und sind mit Pollen der dann vorhandenen männlichen Blüten beladen, die sie nun auf den Narben der 2. Generation der Essfeigen (sog. Fichi, Sommerfeigen) abladen. Da die Griffel der ausschließlich weiblichen Blüten der Essfeigen länger sind als die Legestachel der Wespen, unterbleibt bei ihnen eine Eiablage. Diese erfolgt wiederum in den Bocksfeigen, wo die 3. Generation der Gallwespen heranwächst. Diese bestäuben dann die 3. Generation des Essfeigen (ebenfalls Fichi) und nur wenige überlebende Wespen stechen wiederum die Gallblüten der 3. Generation der Bocksfeigen (sog. Mamme, Nachfeigen) an, die zusammen mit den Wespen überwintern, im Frühjahr reifen und den Kreis schließen. Alle 3 Generationen der Bocksfeige sind holzig und ungenießbar, zumindest die 2. und 3. Generation der Essfeigen sind saftig und süß. Vorfeigen und Nachfeigen dienen also nur der Vermehrung der Gallwespen, die Fortpflanzung der Feige ist lediglich durch die Sommerfeigen gewährleistet. Um die Bestäubung zu sichern, hängte man seit alters Zweige der Bocksfeigen in die blühreifen Bäume der Essfeigen und nannte dieses Verfahren "Caprifikation". Heute gibt es auch Rassen der Essfeige, die ohne Bestäubung und Befruchtung, d.h. parthenokarp, Früchte erzeugen.