Bangkok 21. 12. 2004



Ok, hat etwas gedauert mit dem Tagebuch.

Nach all den Projekten der letzten Zeit in Berlin war es mir erstmal wichtiger, mich auf die Arbeit mit den Studenten in Bangkok vorzubereiten. Und das Ankommen hier hat diesmal etwas gedauert. Erstmal dachte ich, ich komme gar nicht weg aus Deutschland. Ich hing fest auf dem Airport Frankfurt, nach 24 Stunden erklärte man mir schliesslich am Counter der Ersatzairline für meinen definitiv kaputten Flieger, das sie MICH nicht mitnehmen wollen, weil ich kein 5 Monate gültiges Visa für Thailand habe. Sowas bekäme zwar so gut wie niemand, aber das wäre ihnen egal. Georges Bushs neue Weltordnung leicht gemacht... Mir blieb nicht anderes übrig als ganz schnell bei einem auf derartige Transaktionen bestens vorbereiteten Halsabschneider mir ein Onewayticket nach Myanmar zu kaufen, zum doppelten Preis, versteht sich. Sonst hätte ich auf den nächsten Flieger meinerFluggesellschaft warten können, Biman Airlines, eine Woche später. An der Grenzkontrolle in Thailand interssierte sich niemand für mein Visa oder Nichtvisa oder meine weiteren Reisepläne.

So eine Kunsthochschule in Thailand ist durchaus vergleichbar mit einer deutschen. Inmitten des Trubels täglichen Überlebens in der Grossstadt findet man hier eine Enklave der Ruhe, wo Entscheidungen nie sofort getroffen werden, und man sich am besten eine Woche später wiedertrifft. So hiess es zu jedem Treffen möglichst gut vorbereitet zu sein, um das knappe Zeitfenster zwischen all den anderen tollen Ereignissen der Woche halbweg sinnvoll zu nutzen. Was war es eine zB für eine Zeitverschwendung, mit den Studenten über das Projekt diskutieren zu wollen! Sie wollten Aufgaben, die rasch und erfolgreich zu erfüllen sind und dann nach 60 min Arbeit zufrieden nach Hause gehen.

Ich versuchte mich zu erinnern... War das bei mir früher auch so? Was habe ICH eigentlich gemacht damals den ganzen Tag? Jetzt fällt es mir wieder ein: Der Untericht war so grottenschlecht an der Kunsthochschule, das wir Studenten uns zusammenrauften und uns selber halfen. Wir machten Seminare, luden Künstler zu Gastvorlesungen ein usw, alles ohne Lehrende.

So blieb mir dieses Dillema erspart, das diese Studenten hier wahrscheinlich mit mir haben. Sie wollen auf ihren wunderbaren Weg der Selbstfindung eher nicht gestört werden, weder mit zeitaufwendigen Aufgaben noch mit zu irritiernden Projekten.

Ok, has something lasted with the diary. After all the projects of the last time in Berlin it was first times more important to me to prepare me for the work with the students in Bangkok. And arriving lasted this time something here. I, I thought Erstmal come not at all away from Germany. I hung firmly on the air haven Frankfurt, after 24 hours finally explained one to me on the Counter of the spare airline for my definitely broken flier, which they do not want to carry forward ME, because I do not have 5 months valid visas for Thailand. Sowas would get as well as nobody, but that would be all the same to them. Georges Bushs new world order easily made... Different one did not remain for me than completely fast with one on such transactions prepared in the best way neck cutters me a Onewayticket after Myanmar to buy, at the double rate, understands themselves. Otherwise I could have waited Biman airlines for the next flier my airline, one week later. At the border control in Thailand nobody interssierte itself for my visas or Nichtvisa or my further travel plans. So an academy of art in Thailand is quite comparable with a German. In the midst of the trubels of daily surviving in the large city one finds an enclave of the peace here, where decisions are made never immediately, and one best one week later again-meets. Thus it was called to each meeting to be as well as possible prepared, in order to use knappe the time window between all the other mad events of the week halfaway meaningfully. Which was it one e.g. for a waste of time to want to discuss with the students the project! They wanted tasks, which are to be fulfilled rapidly and successfully and then to 60 min work contently home go. I tried to remind... Was with me in former times also like that? What do I have made actually at that time all day long? Now it occurs to me again: The Untericht was so grottenschlecht at the academy of art, which we student us zusammenrauften and helped us. We made seminars, loaded artists to guest lectures an etc., everything without instruction. Thus this Dillema remained for me saved, which these students have here probably with me. They do not want to be disturbed on their marvelous way of the self identification rather, neither with time-consuming tasks nor also to irritiernden projects.