Cotonou 16. 12. 2005




Umzug in das Headquarter von Boulev ´Art, ein vorübergehend angemietetes Diplomatenhaus in der Nähe. Dominique Zinkpe und seine Frau Elise organisieren Boulev ´Art nun schon einige Jahre mit Erfolg, und es ist schön anzusehen, wie die Künstler sich kennlernen, wie Gespräche mit Passanten stattfinden usw.

Einige Künstler beziehen ihre Arbeit direkt auf die Strasse, sie scheinen eher auf der Kirmes oder auf Marktplätzen wie der zB. in Marakesch zuhause zu sein denn in irgendwelchen Kunstgalerien. So auch
Genie Le Createur, der mechanische Puppenspiele baut und vorführt, so eine Voodoo Tanzgruppe und eine lebensgrosse Puppe die ihre Hüften im Rytmus der Musik schwinkt. Mir gefällt auch ein elektrisch betriebenes gelbes Flugzeug, das so schnell über den Platz fegt, dass Genie kaum hinterherkommt mit seinen Kabeln.

Malerei. Die verstehe ich nicht, all die Bezüge zur internationalen Kunstgeschichte, Kubismus etc. und dann all die Symbole von Voodoo und und weissnichtwas und der ganze Mystizismus: dieser Kreis steht für das und der Strich bedeutet etwas usw. Und hübsch aussehen solls auch noch, deshalb wirds dann halt noch ein bischen bunt gemacht.

Am Abend zeige ich das Banyan Project, gleich mit ein paar
Bildern aus Togo. Das kommt bei den Passanten gut an, die Künstler ziehen sich schnell zurück, es ist Essenzeit im Headquarter, auch Zeit für Rundgespräche, an denen ich wegen meines misserablen Französisch kaum teilnehmen kann.

Als ich endlich "heimkomme" ist der Topf schon leer, und so gibt es wieder Spagetti auf der Strasse.

An diesem Freitag hatten wir alle einen
Ausflug nach Queira unternommen, das war sehr lustig mit 10 - 15 Künstlern in einem alten VW-Bus. Besuch des Forest sacral, mikt einem riesigen Baum in der Mitte, Stellvertreter für den inzwischen etwas verkümmerten eigentlichen heiligigen Baum, in den sich der König von Queira vor vielen Jahren verwandelt hatte, um so so vor der Verfolgung durch Feinde zu schützen. Und noch ein anderer heiliger Baum, der bei einem Unwetter umgefallen war, aber am nächsten Tag wieder aufrecht stand. Und das ganze Pantheon des Voodoo in Beton gegossen bunt bemalt.

Besuch des Unesco Mahnmals für die Opfer der Sklaverei, das "
Gate of No Return". Hier an dieser schattenlosen tristen Küste wurde also Weltgeschichte geschrieben, hier wurden die elementaren Fakten globaler Machtverteilung festgeschrieben, für eine Geschichte ohne Wiederkehr.

Oh
Jesus der Wiederganger, der der aus der Wüste kam, wieviele sind in seinem Namen gestorben?

Removal into the Headquarter of Boulev ´Art, a temporarily rented
Diplomat house in the proximity. Dominique Zinkpe and his Mrs. Elise
´Art now already organize Boulev some years with success, and it is
to regard beautifully, as the artists know-learn themselves, like discussions also
Passanten take place etc.

Some artists refer their work directly to the road, it
seem rather on the Kirmes or on market places like e.g. in
Marakesch at home to be in any art galleries. So also
Genius Le Createur, which builds and demonstrates mechanical doll plays, so
a Voodoo group of dances and a life-large doll those their hips in
Rytmus of the music schwinkt. Also an electrically operated pleases me
yellow airplane, which sweeps so fast over the place that genius hardly
afterwards-come with its cables.

Painting. I, all the purchases do not understand those to the international
History of art, Kubismus etc. and then all the symbols of Voodoo and
and white not what and the whole Mystizismus: this circle stands for that
and the line means something etc. and looks pretty target also still,
therefore wirds then stop still another bischen multicolored made.

In the evening I show the Banyan Project, equivalent also a few pictures out
Togo. That arrives good with the Passanten, the artists pulls itself
fast back, it is meal time in the Headquarter, also time for
Round discussions, at which I because of my misserablen French hardly
to participate can.

As I finally “come home” am already empty the pot, and so it gives
again Spagetti on the road.

On this Friday we had undertaken all a trip after Queira,
that was very merry with 10 - 15 artists in an old Volkswagen bus. Attendance
the Forest sacral, an enormous tree in the center, deputy mikt
for that in the meantime somewhat diminished to actual heiligigen tree, in
the king of Queira had transformed many years ago, over so
to protect thus against pursuit by enemies. And still another another
holy tree, which had fallen down with a tempest, but next
Day again upright stood. And the whole Pantheon of the Voodoo in concrete
poured multicolored paints.

Attendance of the Unesco of memorial for the victims of the slavery, the “gate OF NO
Return ". Here at this shadeless tristen coast became thus
World history the elementary facts became written, here more global
Distribution of power fixed, for a history without return.

Oh Jesus of the Wiederganger, which came from the desert, how many are in
its name died?